PAARBEGLEITUNG IM BEGEGUNGSRAUM

Systemischer Ansatz & Erlebnisorientierte Methoden

Der Systemische Ansatz in der Arbeit mit Paaren

Der Systemische Ansatz ist vielfach erforscht und wird, aufgrund seiner Effektivität, von TherapeutInnen, BeraterInnen und Coaches verbreitet angewendet. Die Systemische Arbeit beinhaltet einen ganzheitlichen Ansatz, der die Entfaltung ungenutzter Potenziale fördert, um positive Veränderung hervorzurufen. Menschen und Systeme werden als Teil eines größeren Systems betrachtet, die in Wechselwirkungen zueinander stehen, sich also gegenseitig beeinflussen. Bezogen auf die Arbeit mit Paaren, PartnerInnen und Singles darf sich also jeder/jede Beteiligte in der Lage sehen,

die Situation positiv zu beeinflussen! ;-)  Wie kann das gelingen?! 

Was kennzeichnet eine Problemtrance - Das Problem ist, dass es im Fokus steht

Sicher haben Sie schon ein Gefühl dafür, was wohl eine "Problemtrance", insbesondere im Zusammenspiel mit Ihrer/Ihrem PartnerIn oder in Ihrer Situation sein könnte. Es ist immer dasselbe, fühlt sich nicht gut an und Sie möchten da raus! Um Vertrauen in den Ansatz des Systemischen Arbeitens zu entwickeln, hilft es, zu verstehen,

warum Paare in so einer ungünstigen Trance festhängen. Es gibt mehrere Kennzeichen, die den Zustand der Problemtrance füttern: 

Das Problem wird immer wieder durchdacht und analysiert und dadurch verstärkt!

Statt der erhofften Lösung passiert also leider das Gegenteil: Mit dem Fokussieren des Problems verstärkt sich der negative Blick auf die Beziehung und den/die PartnerIn und/oder sich selbst. So entstehen bzw. verfestigen sich dysfunktionale Muster im Denken (die sich auch auf die Sprache auswirken), Fühlen und Handeln. Interpretationen basieren wiederholt auf negative Erfahrungen aus der Vergangenheit. Die "Negativschleife" hat begonnen und wirkt sich entsprechend ungünstig auf das Paarsystem aus. Eine negative Grundhaltung, aufgrund des beschriebenen Teufelskreises entsteht und verfestigt sich, der Stresslevel der PartnerInnen erhöht sich zunehmend. 

Ressourcen können in diesem Zustand kaum noch wahrgenommen, Lösungen kaum gedacht werden. 

Also: Raus aus der Problemtrance!

Um diese starke destruktive beinahe "hypnotische Wirkung" zu verlassen, gibt es zahlreiche Methoden aus der systemischen und erlebnisorientierten Arbeit. Diese fördern im Wesentlichen die Weitung des subjektiven Blickwinkels sowie die Herausstellung von Ressourcen, die zur Problemlösung eingesetzt werden können. 

Ein erfolgreiches Mittel hierzu sind die sogenannten Erlebnisorientierten Methoden, die im Begegnungsraum Anwendung finden.

Paare erleben sich neu: Erlebnisorientiertes Arbeiten - Effekte erlebter Kommunikation

Erlebnisorientierte Methoden bieten Paaren die Möglichkeit, neue Sichtweisen auf ihre Beziehung zu entwickeln. Sie zielen darauf ab,

über den Körper Veränderungen auf emotionaler Ebene anzustoßen. 

Es handelt sich somit um Körper- und Gefühlsübungen sowie nicht-sprachliche Interventionen, die alle Sinne ansprechen und Denken und Fühlen verknüpfen. Durch das gemeinsame erleben und tun entstehen nachhaltigere Eindrücke. Statt sich in verbalen Auseinandersetzungen zu verlieren, machen Paare auf diese Weise neue Erfahrungen im geschützten Raum, die insbesondere die Wertschätzung für ihre Unterschiede fördern. 

Durch spielerische Übungen z.B. in Form von kleinen Rollenspielen, Visualisierungen mit Symbolen, Metaphern etc. werden hirnphysiologische Zusammenspiele angeregt und Areale der linken und rechten Gehirnhälfte verknüpft.

Ihre Kreativität wird zudem angeregt, sodass individuelle Veränderungsprozesse in Gang kommen können.  Erlebnisintensive Methoden bewirken Selbsterkenntnis und neue Perspektiven. Sie lernen mitunter sich auf andere Art zu zeigen und  sich auf konstruktive Art zu konfrontieren. Mit den neuen Erfahrungen werden schrittweise positive Verhaltensveränderungen angeregt, die die PartnerInnen im Alltag integrieren und den Prozess in eine neue positive Richtung lenken.